Am Montag, den 13.04.2026, machten sich die Lerngruppen LG9 und LG10 auf den Weg nach Straßburg. In der Europahauptstadt stand zunächst ein Besuch des Europäischen Parlaments auf dem Programm. Dort erhielten die Schülerinnen und Schüler spannende Einblicke in die Arbeit der Abgeordneten und konnten als besonderes Highlight den beeindruckenden Plenarsaal besichtigen. Im Anschluss ging es mit der Touristenbahn durch die Straßburger Altstadt, diesmal mit einem besonderen Fokus auf das Gründerzeitviertel „Neustadt“. Prächtige Gebäude aus der Zeit des Deutschen Kaiserreichs zeugen dort bis heute von der bewegten Geschichte der Stadt. Danach blieb noch Zeit, die Innenstadt in Kleingruppen auf eigene Faust zu erkunden. Den gelungenen Abschluss bildete der Besuch des Straßburger Münsters. Besonders die frisch restaurierte astronomische Uhr aus der Renaissance sorgte dabei für Staunen und Begeisterung.
Am vergangenen Donnerstag, den 16.04.2026 besuchten einige Lernende im Rahmen der Schulfirma das Studio des Bayerischen Rundfunks in Würzburg. Hier haben sich zwei Mitarbeiter Zeit genommen, das gesamte Studio zu zeigen und auch für Fragen Rede und Antwort zu stehen. Wer wollte, konnte auch ausprobieren, wie es ist, im Greenscreen Raum gefilmt zu werden. Der Besuch war wirklich ein voller Erfolg für alle.
Wir danken dieser Stelle auch dem Förderverein, der sich bereit erklärt hat, die Zugtickets für Lernende ohne Fahrkarte zu übernehmen.
In den Lerngruppen 5 und 6 hatten wir Herrn Brauch als Referenten im Unterricht. Er hat uns viele spannende Dinge aus der Geschichte erzählt, besonders über die Römer. Er kam sogar als Römer verkleidet in unser Lernhaus.
Herr Brauch hat viele verschiedene Gegenstände mitgebracht, die wir uns nicht nur anschauen, sondern auch anfassen durften. Manche Dinge durften wir sogar tragen, zum Beispiel Teile von einer Rüstung. Dadurch konnten wir uns viel besser vorstellen, wie die Menschen früher gelebt haben.
Wir haben in diesen Stunden sehr viel gelernt, weil er alles so interessant erklärt hat. Es hat Spaß gemacht zuzuhören und mitzumachen. Nochmals vielen Dank an Herrn Brauch, der sich den ganzen Tag für uns zeitgenommen hat!
Am 21.03.2026 fand der Welt-Down-Syndrom-Tag statt. Dieser besondere Tag macht darauf aufmerksam, dass Menschen mit Down-Syndrom ein wichtiger und wertvoller Teil unserer Gesellschaft sind – mit ihren ganz individuellen Stärken, Talenten und Persönlichkeiten. Gleichzeitig steht er für Respekt, Akzeptanz und ein wertschätzendes Miteinander.
Auch wir haben uns an dieser Aktion beteiligt und ein Zeichen für Vielfalt gesetzt: Am Dienstag, den 24.03.2026, trugen wir bewusst verschiedene, bunte und auffällige Socken. Die unterschiedlichen Socken symbolisieren, dass jeder Mensch einzigartig ist und genauso angenommen werden soll, wie er ist.
Ein kleines Zeichen mit großer Bedeutung!
LG 1 und LG 8 trafen sich diese Woche zum gemeinsamen Adventsbacken. Unter toller Anleitung der „Großen“ zeigten die Kinder der 1a viel Geschick beim Backen der Weihnachtsleckereien.
Am 21. November war es wieder soweit, der bundesweite Vorlesetag. Wir haben ihn in unserer Schule gefeiert! Die Kindergartenkinder aus Eubigheim kamen zu uns in die Sporthalle, um eine besondere Lesestunde zu genießen. Einige Viertklässler haben sich zuvor auf diesen Tag vorbereitet und tolle Geschichten für die jüngeren Kindern ausgesucht, die spannend und lustig waren. Die Kindergartenkinder haben mit großen Augen zugehört und hatten sichtlich viel Spaß. Es war offensichtlich, dass alle Beteiligten viel Freude an dieser gemeinsamen Aktivität hatten.
Als kleine Überraschung haben die Viertklässler für jeden der jüngeren Freunde ein selbstgemachtes Lesezeichen gebastelt. Das war ein besonderes Andenken an diesen tollen Tag und soll die Kleinen ermutigen, selbst Bücher zu entdecken.
Der bundesweite Vorlesetag ist eine Initiative, die darauf abzielt, die Freude am Lesen bei Kindern zu wecken und zu fördern. Das Miteinander zwischen den Kindergartenkindern und den Viertklässlern war ein perfektes Beispiel dafür, wie Lernen und Freude miteinander verbunden werden können.
Am 06. Dezember eröffnete LG2 feierlich den 24. Weihnachtsmarkt. Trotz des regnerischen Wetters fanden sich zahlreiche Besucherinnen und Besucher hinter dem Eubigheimer Rathaus ein, um den Auftakt des Marktes mitzuerleben.
Mit großer Freude präsentierten die Kinder zwei liebevoll einstudierte Lieder: „Heut‘ gehen wir auf den Weihnachtsmarkt“ und „Nikolaus, Nikolaus“, Die Zweitklässler begleiteten die Lieder mit verschiedenen Instrumenten, die dem Auftritt eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre verliehen.
Das Publikum war begeistert und belohnte die jungen Musikerinnen und Musiker mit kräftigem Applaus. Für die Kinder war es ein aufregender Moment und ein besonderes Ereignis in der Adventszeit.
Am 24. November 2025 hatte die LG7 des Lernhaus Ahorn eine besonders wichtige und eindrucksvolle Lernerfahrung: Sie durfte das Theaterstück "Hop oder Top" erleben.
Das Stück wurde von der Theatergruppe Theater SNF (Sorgfältig, nachhaltig frei) aufgeführt und von den Schauspielerinnen Sarah Gros und Annabella Akcal präsentiert. "Hop oder Top" widmete sich auf eindringliche Weise dem hochaktuellen Thema Cybermobbing. In verschiedenen Rollen präsentierten die beiden Schauspielerinnen die Geschichte eines Mädchens, das Opfer von Mobbing im digitalen Raum wird.
"Hop oder Top" beleuchtete nicht nur die Problematik des Cybermobbings aus der Perspektive des Opfers, sondern warf auch entscheidende Fragen nach dem Umgang damit auf. Intensiv thematisiert wurde, wie es überhaupt zu solchem Verhalten kommen kann und welche Präventions- und Handlungsmöglichkeiten es gibt.
Ein zentraler Aspekt war dabei die Rolle der Außenstehenden: Wie sollte man reagieren, wenn man Zeuge von Cybermobbing wird, und wie kann man Zivilcourage zeigen?
Das Theaterstück behandelte außerdem die Themen Sicherheit - und richtiges Verhalten im Netz. Es vermittelte den Jugendlichen, wie wichtig es ist, die Privatsphäre zu schützen, indem man bewusst mit persönlichen Informationen umgeht.
Die realitätsnahe Darstellung der Charaktere und Konflikte ermöglichte es den Schülerinnen und Schülern der LG7, sich tief in die Materie einzufühlen und die emotionalen Auswirkungen des digitalen Mobbings nachzuvollziehen.
Die Lerneinheit fand in der Nachbesprechung ihren Höhepunkt. Hier erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler auf beeindruckend reflektierte Art und Weise nicht nur das Thema Zivilcourage, sondern auch die fundamentalen Werte Respekt und Würde.
Als Weltethosschule legt das Lernhaus Ahorn besonderen Wert auf diesen Bezug: Den Schülerinnen und Schülern fiel von selbst der Zusammenhang zum Weltethoswert der "Goldenen Regel" auf – "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu." Dieses Prinzip wurde als zentrale Handlungsmaxime für den Umgang mit Mitmenschen im analogen und digitalen Raum erkannt.
Dieses gewinnbringende und nachhaltige Präventionsprojekt wird jedes Schuljahr für die jeweilige LG7 von der Unfallkasse Baden-Württemberg (UKBW) finanziert. Das Kollegium und die Schülerinnen und Schüler sind äußerst dankbar für diese fortlaufende und wichtige Unterstützung, die einen entscheidenden Beitrag zur Sensibilisierung für digitale Gefahren leistet.
Prävention im Lernhaus Ahorn. Ein virtueller „Schulausflug in den Knast“
„Bleib’ sauber. Bleib’ stark“, so die Botschaft dreier straffälliger Jugendlicher. Mit ihr wollen Bndo, Aki und Toms – Pseudonyme – Gleichalterige erreichen. Ihnen die Augen öffnen, sie wachrütteln, ihnen ihr Schicksal, bei Straftaten das einer Haft, ersparen. Deshalb schrieben sie ihre Geschichte auf und drehten unter der Regie des Journalisten Werner Herkert eine Dokumentation, einen „Knastfilm“. In ihm zeigen die 18- bis 21-Jährigen erschreckend offen ihren Alltag in der Untersuchungshaft. Zwischen Arbeit, Freigang und Zelle. Das Leben, ihr unfreies Leben nun hinter „Schwedischen Gardinen“ und in engen, kleinen, inzwischen über 50 Jahre alten Zellen. Zu zweit.
Für diese authentische Prävention haben wir uns im Rahmen unseres LEBE-Konzepts im Lernhaus Ahorn entschieden. Die rund 90-minütige Aufklärung sollte die SchülerInnen der Lerngruppen 8, 9 und 10 über die Gefahren von Mobbing über Diebstähle, Erpressung, körperliche und psychische Gewalt bis Vandalismus informieren. Denn am Ende von digitaler sowie auch wirklich ausgeübter Gewalt steht für immer mehr Mädchen und Jungen zwischen 14 und 21 Jahren die Jugendstrafanstalt. Kurz: der Knast.
Das in drei Teile gegliederte Projekt „Die JVA goes Schule“ startete nach einer kurzen Erläuterung und Vorstellung von Werner Herkert mit einem knapp zwölfminütigen Film. In ihm schildern die drei Häftlinge ihre Gedanken, Gefühle, täglichen Erlebnisse, die sie alle zuvor niedergeschrieben quasi als „Schulausflug in den Knast“ niedergeschrieben haben. Sie erzählen ihren Alltag zwischen „Lebenskontrolle“, Frühstück, Arbeit, Hofgang bis zu den drohenden Strafen bei Schlägereien unter den Insassen. Zu ihnen gehören beispielsweise Freizeitsperre oder „Bunker“.
„Der Titel ‚Schulausflug in den Knast‘ entstand im Gefängnis“, betont Werner Herkert. Der dort über ein Jahr „Die Schreibwerkstatt“ leitete. Dem Journalisten ging es in dieser Zeit nicht um eine korrekte Rechtschreibung oder eine saubere Grammatik. „Wichtiger war mir, dass die Jungs ihr Leben, das alles andere als rund läuft, einem leeren Blatt Papier anvertrauen. Und sie sich über diesen Weg mit sich und ihrem Leben, ihrer Zukunft auseinandersetzen.“ Aus diesem Gedanken entsprang diese neue Prävention. „Ich fragte die Jugendlichen, was hätte passieren müssen, damit sie nicht im Knast landen“, so der Projektleiter. „Ihre Antwort war einfach und sehr klar: Hätten wir in der Schule schon gewusst, was uns hier erwartet, wären wir hier wohl nicht gelandet.“ Und genau das ist das Ziel dieses „Schulausflugs“: Aufklärung, Information und am Ende auch Abschreckung.
Für die Jugendlichen war nicht nur der „Knastfilm“ ein Wachmacher, wie sich in den Fragerunden zeigte. Die Enge der Zelle, null Privatsphäre, kein selbstbestimmtes Leben, alle Werktage sind gleich, die Hierarchie der Häftlinge im Gefängnis oder kein Internet, kaum Kontakt nach draußen, das sind Infos, die sie so bisher nicht kannten.
An der Reaktion der SchülerInnen wurde deutlich, dass das Ziel von Information bis Wachrütteln der straffälligen Jugendlichen erreicht wurde. Die Botschaft #NiemalsKnast kam an.
Gustav Paul
Lernhaus Ahorn
Schulstraße 31
74744 Ahorn-Eubigheim
Tel.: 06296/277
Fax: 06296/92 99 800